Ein perfekter Espresso, Cappuccino, Latte Macchiato oder Americano – alles beginnt mit der Basis jeder Kaffeespezialität: der Kaffeebohne. Am denkwürdigsten Tag für alle echten Kaffeefreunde – dem Weltkaffee-Tag – schenken wir dem Ausgangspunkt jedes Kaffees deshalb besondere Aufmerksamkeit.

Arabica, Robusta, Liberica und Excelsa sind die Basis aller Kaffeebohnen. Vielleicht kennen Sie Arabica am besten, weil 60 % der weltweiten Kaffeeproduktion mit diesen Kaffeebohnen erzeugt werden. Diese empfindlichste aller Kaffeebohnen wird allerdings schnell durch die Umgebung, in der sie wächst, beeinflusst. Die Kaffeebohne muss mit äusserster Sorgfalt angebaut werden. Die Arabica-Bohnen, die oft einen subtilen Geschmack haben, zeichnen sich häufig durch ein fruchtiges oder blumiges Aroma aus.

Die Robusta macht ihrem Namen alle Ehre: Diese robuste Kaffeebohne wird durch die Umgebung, in der sie wächst, kaum beeinflusst. Im Vergleich zur Arabica enthält diese Kaffeebohne fast die doppelte Menge an Koffein. Genau dieses Koffein ist es, das diese Pflanze vor Krankheiten schützt. Trotz seines starken Charakters spricht Robusta wahre Kaffeefreunde nur bedingt an, weil der Geschmack dieser Kaffeebohne etwas eintönig ist (erdiges, säurearmes Aroma).

Exzentrische Kaffeebohne

Es wird davon ausgegangen, dass die etwas unbekannteren Liberica und Excelsa miteinander verwandt sind. Einige renommierte Kaffeekenner sind jedoch anderer Ansicht, weil sie der Meinung sind, dass sich die Bohnen durchaus voneinander unterscheiden. So ist die Liberica-Bohne beispielsweise oft grösser als andere Kaffeebohnen und sie hat zudem häufig eine asymmetrische Form. Es ist die einzige Kaffeebohne mit einer unregelmässigen Form.

Die Liberica hat ein besonderes Geschmacksprofil, das als etwas holziger, nussiger Geschmack mit einem rauchigen Ton und einem etwas blumigen und fruchtigen Aroma beschrieben wird. Nach Ansicht einiger Kaffeefreunde schmeckt diese Kaffeesorte wegen seines holzigen Geschmacks nicht einmal wie eine echte Tasse Kaffee; aber über Geschmack lässt es sich ja bekanntlich streiten. Einzigartig ist der Geschmack auf jeden Fall!

Die Excelsa-Bohne hat die Form einer Mandel. Die Bohne hat ein besonderes und etwas mysteriöses Geschmacksprofil, nämlich sowohl den Geschmack von leicht geröstetem als auch von dunkel geröstetem Kaffee. Er schmeckt sauer und fruchtig, aber gleichzeitig auch bitter.

Die Excelsa und die Liberica weisen auch eine Reihe von Ähnlichkeiten auf, weil sie nämlich nicht gewerblich genutzt und exportiert werden. Beide enthalten zu viel Koffein, sodass sich der Kaffee bei echten Kaffeeliebhabern keiner besonderen Beliebtheit erfreut. Diese Kaffeesorten werden hauptsächlich für den lokalen Gebrauch angebaut.

Frische Bohnen

Nicht nur die Art der Bohne ist ein wichtiger Aspekt bei der Zubereitung einer perfekten Tasse Kaffee, sondern auch die Frische der Bohne oder des gemahlenen Kaffees sowie die Lagerung. Ganz besonders frischen Kaffee geniessen Sie, wenn Sie die Kaffeebohnen selbst mahlen, kurz bevor Sie den Kaffee zubereiten. Wenn Sie Kaffee mit einer Kaffeemaschine zubereiten, kann er etwas gröber gemahlen sein als bei der Verwendung einer Siebträgermaschine.

Wenn Sie einen Espresso mit einer Siebträgermaschine zubereiten, wird der Kaffee in kurzer Zeit gebrüht, sodass er in wenigen Sekunden viele Aromen und Geschmacksnoten aufnehmen muss. Es empfiehlt sich daher, einen fein gemahlenen Kaffee zu verwenden oder die Bohnen fein zu mahlen, wenn Sie einen Espresso zubereiten. Auf diese Weise kann das Wasser leichter mit dem Kaffee in Kontakt kommen, sodass ein echtes Geschmackserlebnis entsteht.

Die Lagerung von Kaffeebohnen

Sie haben die perfekten Kaffeebohnen gefunden: den Kaffee, der nahtlos zu Ihren Geschmacksvorlieben passt. Mit diesem Kaffee gehen Sie natürlich sorgfältig um. Wie sollten Sie ihn dann aufbewahren? Im Kühlschrank? Im Gefrierschrank? Im Küchenschrank? Die Lagerung im Kühlschrank wird auf jeden Fall nicht empfohlen. Feuchtigkeit beeinträchtigt nämlich die in den Kaffeebohnen enthaltenen natürlichen Öle und damit auch den Geschmack der Kaffeebohnen.

Die Tiefkühltruhe dagegen ist ein guter Aufbewahrungsort. Beachten Sie jedoch, dass Sie den Kaffee nur einmal im Gefrierfach aufbewahren können: Sobald Sie ihn aus dem Gefrierfach nehmen, ist es besser, ihn ausserhalb des Gefrierfachs aufzubewahren, weil der Kaffee sonst durch die Feuchtigkeit, die durch die Kondensation freigesetzt wird, an Aroma verliert.

Damit die Kaffeebohnen so frisch wie möglich bleiben, lautet die Devise: keine Licht-, Feuchtigkeits- und Temperaturschwankungen. Bewahren Sie die Kaffeebohnen in dem Beutel auf, in dem Sie sie gekauft haben, verpacken Sie sie luftdicht und bewahren Sie sie in einem Schrank auf. Ein letzter Tipp zum Schluss: Bewahren Sie Kaffeebohnen nicht in der Nähe eines Ofens auf, weil sonst die Gefahr besteht, dass die Kaffeebohnen erhitzt werden.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Finden, Mahlen, Aufbewahren und Genießen Ihres perfekten Kaffees!

https://solis.com/ch-de/kaffee/kaffeesorten.html

https://solis.com/ch-de/kaffee/kaffeemaschinen.html

https://solis.com/ch-de/kaffee/kaffeemahlwerke.html

Quellen:

Atlas Coffee Club
Grinder Guides
Mister Barish
Koffierevolutie (Kaffeerevolution)
White Horse Coffee
Blije Boon (Die fröhliche Bohne)