Virtuelle Tour durch Europa: traditionelle Gerichte aus mehreren Ländern

Jedes Land in Europa hat seine eigenen Traditionen – auch beim Essen. Viele Länder werden für ihre eigenen authentischen, Gerichte gerühmt. In diesem Blog wollen wir eine kleine virtuelle Tour durch Europa unternehmen – gerade in dieser Zeit, in der es praktisch ja leider nicht möglich ist. Begleiten Sie uns doch in einige Länder, die unserer Meinung nach eine traditionelle Spezialität zu bieten haben, die Sie besser kennen lernen sollten.

England

Wer bei Gaumenfreuden an England denkt, der denkt sofort an Fish & Chips. Was wäre eine Reise nach Großbritannien ohne diesen traditionellen britischen Snack? Wenn Sie Fish & Chips bestellen, bekommen Sie frisch gebratenen panierten Fisch und Chips (Pommes frites), die mit Salz bestreut und mit Essig frittiert wurden. Der Fisch wird oft in Zeitungspapier eingepackt.

Fish & Chips ist zweifelsohne das beliebteste Gericht zum Mitnehmen in England. Engländer essen im Jahr insgesamt 382.000.000 Portionen Fish & Chips. Das entspricht durchschnittlich 6 Portionen pro Person und Jahr. 80 % der Engländer sagen, dass sie mindestens einmal im Jahr einen Fish & Chips-Laden besuchen. In Großbritannien gibt es 10.500 Fish & Chips Shops.

Spanien

Paella ist ein spanisches Reisgericht, das oft mit verschiedenen Kombinationen aus Gemüse und Fleisch oder Fisch zubereitet wird. Paella wird in der Regel mit Safran gewürzt, das auch als „das rote Gold“ gerühmt wird. Diesen Beinamen hat Safran seinem unglaublich hohen Preis zu verdanken. Safran stammt vom Safran-Krokus, der nur acht Tage im Jahr blüht. Das Kraut wird aus den Stempeln gewonnen, von denen aber nur drei in jeder Blüte sind. Für ein Gramm Safran werden einhundertfünfzig Safran-Krokusse benötigt.

Wussten Sie, dass „Paella“, oder genauer gesagt „la Paella“ eigentlich der Name der Pfanne ist, in der das Gericht zubereitet wird, und nicht der eigentliche Name des Gerichts selbst. Eine Paellapfanne ist breit und flach. Dadurch entsteht eine große Oberfläche, sodass die Flüssigkeiten verdampfen und der Fisch oder das Fleisch eine köstlich knusprige, goldene Kruste bekommt.

Ungarn

Ungarn ist für sein Gulasch und die Gulaschsuppe bekannt. Das Wort Gulasch kommt von dem ungarischen Wort Gulyás, was Rinderhirte bedeutet. Es wird berichtet, dass, wenn ein Hirte mit seinem Vieh herumzog, die schwächeren Tiere geschlachtet und zu einem Eintopf oder einer Suppe verarbeitet wurden.

Die Hauptzutaten eines traditionellen Gulaschs oder einer Gulaschsuppe sind Paprika, Rindfleisch und Zwiebeln. Paprika ist oft die wichtigste Zutat traditioneller ungarischer Gerichte: in gemahlener Form oder einfach geschnitten. Es wird häufig für belegte Brote, Suppen oder Grillfleisch verwendet. Paprika ist auch ein wesentliches Gewürz, das in vielen der in Ungarn hergestellten Würste und Salamis enthalten ist.

Schweden

Kleine Fleischbällchen in einer Rahmsoße – das sind Köttbullar, oder auf gut Deutsch: schwedische Fleischbällchen. Obwohl diese Fleischbällchen untrennbar mit Schweden verbunden sind, stammt das Gericht eigentlich aus der Türkei im 18. Jahrhundert. Der schwedische König Karl XII. brachte diese Hackbällchen schließlich in seine Heimat, in der sie heute noch ein traditionelles Gericht sind, bei dem man sofort an dieses skandinavische Land denkt.

Die schwedischen Fleischbällchen, die in aller Welt bekannt sind, werden u. a. in Ikea-Filialen angeboten. Diese kleinen Frikadellen werden oft mit Salzkartoffeln, Kartoffelpüree und Heidelbeermarmelade gegessen. Was ist der große Unterschied zwischen „normalen“ Fleischbällchen und den besonderen schwedischen Fleischbällchen? In vielen Ländern werden Hackbällchen mit drei Sorten Hackfleisch zubereitet: Rinder-, Schweine- und Kalbshackfleisch. Für traditionelle schwedisch Hackbällchen wird im Allgemeinen jeweils zur Hälfte Schweinehackfleisch und Rinderhackfleisch benutzt, das nicht nur mit Salz und Pfeffer, sondern auch mit Piment und Muskatnuss gewürzt wird.

Österreich

Österreich bietet die vielleicht leckerste Nachspeise, die es gibt: den Apfelstrudel. Wenn man sich den Namen Apfelstrudel einmal ansieht, steht da eigentlich: gewirbelter Apfel. Apfelstrudel verdankt seinen Namen dem markanten Strudel aus Teig und Apfelfüllung, wenn man die Süßspeise anschneidet. Der Ursprung des Apfelstrudels liegt im 17. Jahrhundert – das erste bekannte handschriftliche Rezept für einen „Milchstrudel“ wurde 1696 aufgeschrieben.

Der traditionelle Apfelstrudel wird in Österreich gerne mit einer großzügigen Portion Schlagsahne (in Österreich unter dem Namen Schlagober) oder – noch besser – mit Vanillesauce und einer starken Tasse Espresso serviert. Apfel werden meistens für die Füllung verwendet, aber es gibt auch Alternativen: Frischkäse-Strudel (in Wien als Topfenstrudel bekannt), Beerenstrudel, Kartoffelstrudel und Spinatstrudel.

Wer weiß, vielleicht haben wir Sie ein wenig inspirieren können, wie Sie trotz aller Beschränkungen die europäische Küche erkunden. Natürlich können Sie diesen Gerichten auch Ihre persönliche Note verleihen: Bereiten Sie zum Beispiel eine gesunde Version von Fish & Chips zu, indem Sie den Fisch grillen und Pommes im Ofen garen. Den Fisch grillen Sie ganz einfach mit dem Solis Deli Grill.

Wenn Sie Paprika nicht mögen, verwenden Sie doch Tomaten zum Kochen – die Paella (zum Beispiel) schmeckt dann bestimmt genauso gut. Paprika hingegen ist eine der wichtigsten Zutaten für ungarisches Gulasch. Mögen sie Paprika nicht so? Dann sollten Sie sich vielleicht für ein anderes Rezept entscheiden.

Quellen:

Historic UK
National Federation of Fish Friers
Spice Jungle
The Paella Company
The Culture Club
Food History
CNN
Mental Floss

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